Ganzheitlicher Alzheimer-Pflegeansatz
Profil
Die Alzheimer-Krankheit (AD), abgekürzt aus dem Englischen, ist die häufigste Form der Demenz bei älteren Menschen. Es beeinträchtigt das Denken, das Gedächtnis und die Unabhängigkeit eines Patienten und beeinträchtigt seine Lebensqualität und Sterblichkeit.
Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat es als „verheerende Krankheit“ bezeichnet. Weltweit gibt es laut dem World Alzheimer Report 2018 der Alzheimer's Disease International (ADI) derzeit weltweit mindestens 50 Millionen Demenzpatienten. Im Jahr 2050 wird die Zahl schätzungsweise 152 Millionen erreichen, wobei etwa 60–70 % der Fälle Alzheimer-Patienten sind.
Die Herausforderung bei der Behandlung von Alzheimer liegt darin, dass der Krankheitsmechanismus nicht vollständig verstanden ist. Derzeit ist es allgemein anerkannt, dass ein Ungleichgewicht zwischen der Bildung und Clearance von β-Amyloid (Aβ) als auslösender Faktor für Neurodegeneration und den Ausbruch von Demenz gilt. Abnormale Mengen an β-Amyloid bilden Plaques zwischen Gehirnneuronen, die neurotoxisch sind und zur neuronalen Degeneration führen.
Ätiologie
Bei der Krankheit kann es sich um eine heterogene Gruppe von Erkrankungen handeln, die unter dem Einfluss verschiedener Faktoren (einschließlich biologischer und psychosozialer Faktoren) entstehen. Untersuchungen deuten auf mehr als 30 mögliche Faktoren und Hypothesen hin, wie z. B. Familiengeschichte, weibliches Geschlecht, Kopftrauma, niedriges Bildungsniveau, Schilddrüsenerkrankung, fortgeschrittenes oder verzögertes mütterliches Alter, Virusinfektionen und andere.
Klinisches Merkmal
Der Ausbruch der Krankheit verläuft langsam oder schleichend und ist für Patienten und ihre Familien oft schwer zu bestimmen. Sie tritt häufiger bei Personen über 70 Jahren auf (das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 73 Jahren bei Männern und 75 Jahren bei Frauen). In einigen Fällen treten die Symptome nach körperlichen Erkrankungen, Brüchen oder psychischen Belastungen schnell auf. Die Krankheit tritt häufiger bei Frauen auf (Verhältnis 3:1 zu Männern). Zu den Hauptsymptomen gehören ein allmählicher Rückgang der kognitiven Funktionen, psychiatrische Symptome, Verhaltensstörungen und der allmähliche Verlust der Fähigkeiten im täglichen Leben. Der Verlauf wird anhand der Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten und körperlichen Funktionen in drei Stadien eingeteilt.
Leichtes Demenzstadium (1–3 Jahre). Zu den Symptomen gehören Gedächtnisverlust, insbesondere bei jüngsten Ereignissen; vermindertes Urteilsvermögen mit Schwierigkeiten beim Analysieren, Denken und Behandeln komplexer Probleme; Nachlässigkeit bei der Arbeit oder im Haushalt, Unfähigkeit, Einkäufe oder Finanzangelegenheiten selbstständig zu regeln, und soziale Schwierigkeiten. Obwohl der Patient weiterhin vertraute Alltagsaufgaben erledigen kann, hat er Schwierigkeiten mit neuen Aktivitäten, zeigt emotionale Gleichgültigkeit, gelegentliche Unruhe und oft auch Misstrauen. Es gibt Schwierigkeiten mit der Zeitorientierung und Schwierigkeiten beim Verständnis geografischer Standorte. Ein begrenzter Wortschatz und Namensschwierigkeiten sind ebenfalls häufig.
Mittleres Demenzstadium (2–10 Jahre). Zu den Symptomen gehören eine schwere Beeinträchtigung des Kurzzeit- und Langzeitgedächtnisses, eine verminderte visuelle räumliche Wahrnehmung einfacher Strukturen sowie Schwierigkeiten bei der zeitlichen und räumlichen Orientierung. Patienten stehen vor Herausforderungen bei der Problemlösung, der Unterscheidung von Ähnlichkeiten und Unterschieden zwischen Objekten und sind auf Hilfe bei Outdoor-Aktivitäten, Anziehen, persönlicher Hygiene und Körperpflege angewiesen. Sie verlieren ihre Fähigkeit, Berechnungen durchzuführen und zeigen verschiedene neurologische Symptome wie Aphasie, Apraxie und Agnosie. Emotionale Gleichgültigkeit wandelt sich in Unruhe, ständiges Umherirren und Inkontinenz.
Schweres Demenzstadium (8–12 Jahre). Die Patienten sind vollständig auf Pflegekräfte angewiesen und erleiden einen tiefgreifenden Gedächtnisverlust, von dem nur noch Fragmente des Gedächtnisses übrig sind. Sie sind nicht mehr in der Lage, alltägliche Aktivitäten zu bewältigen, und leiden unter Inkontinenz bei der Darm- und Blasenkontrolle. Sie zeigen möglicherweise Stille und Starrheit, und bei der körperlichen Untersuchung können positive Anzeichen einer Beteiligung des Pyramidentrakts sowie primitive Reflexe wie starkes Greifen, Tasten und Saugen festgestellt werden. Schließlich können sie ins Koma fallen und erliegen typischerweise Komplikationen wie Infektionen.
Untersuchung
Kognitive Beurteilungen: Einschließlich Tools wie der Mini-Mental State Examination (MMSE) zur Beurteilung der kognitiven Funktion.
Bildgebende Untersuchungen: MRT- und CT-Scans des Gehirns werden verwendet, um andere Ursachen für kognitive Beeinträchtigungen auszuschließen und Veränderungen in der Gehirnstruktur zu erkennen.
Elektroenzephalogramm (EEG): Bewertet Veränderungen der elektrischen Aktivität des Gehirns.
Biomarker: Bestimmte Blut- oder Liquor-Biomarker können bei der Diagnose hilfreich sein.
Diagnose
Die Diagnose der Alzheimer-Krankheit beinhaltet typischerweise den Ausschluss anderer potenzieller Ursachen kognitiver Beeinträchtigungen und basiert auf den Symptomen des Patienten, klinischen Beurteilungen und bildgebenden Untersuchungen. Derzeit ist noch eine pathologische Untersuchung erforderlich, um die Diagnose einer Alzheimer-Krankheit abschließend zu sichern.
